Vorstellung: "Erstkontakt"
Da stand er, schwarz wie die Nacht. An diesem herzlichen Frühlingstag kitzelte die Sonne einen feinen Schimmer aus dem Lack.
Eine ruhende Schönheit, welche aus ihrem Winterschlaf erweckt werden wollte.
Und so lenkte ich meine meltalic schwarzen Toyota Avensis Limousine auf den Vorhof eines Niederranna Mazda Händlers.
Wenn, wie ich so oft verkünde, diese Limousine die erste Große Liebe meines Lebens ist, war ich wohl gerade im Begriff sie zu betrügen.
Doch das war mir jetzt völlig egal, und so betrat ich den Empfangsraum und erkundigte mich bei dem Fräulein an der Rezeption über den BMW Z3 auf dem Gebrauchtwagen-Stellplatz.
Es war ein gut erhaltenes Vor-Facelift-Fahrzeug.
Nach kurzer Wartezeit kam ein Mitarbeiter, der Franz Peer.
Er nannte mir grundlegendes zum Fahrzeug und schickte um einen Lehrbuben, dieser brachte eine Starthilfe, da die Batterie noch im Herbst aus dem Schmuckstück ausgebaut worden war, öffnete das Verdeck und stellte ihn vor den Eingangsbereicht.
Und da meine der nette Herr auch schon:“ Wir san do e im Mühvierl, waunstn probefohrst murstn desweng e ned glei kaffen!“
Da stand er nun, wobei „stand“ das falsche Wort war…
Mit seiner geringen Bodenfreiheit lag er eher…
Ja er lag. Wie ein Wolf. Er lag auf der Lauer, bereit jeden Moment loszuspringen.
Ich stieg ein, und ließ mich in den roten Ledersitz sinken.
Der Motor war ja bereits am schnuren aber fast hätte ich vergessen de Handbremse zu lösen.
„Nervös?!“, meine Peer der neben mir auf dem Hof stand
„Najo, a bissl is jo a a heißes Gefährt!“, meinte ich.
„Ageh, wenig sowos murs ma ned nervös sei, is jo nur a Auto.“
Und dann ging es los, die Hand meines Beifahrers, ein Bekannter welcher mir von dem Wagen erzählt hatte, ging instinkttief auf das Armaturenbrett um die Traktionskontrolle auszuschalten.
Und nun war es ein echter Sportwagen, auch wenn nur der Reihenvierzylinder vor uns arbeitete.
Mit meinen 1,84 Körpergröße ragte mein Haaransatz gerade über die Windschutzscheibe.
Der Fahrtwind im Haar und den Fuß am Gas jagte, ich den Zweisitzer durch den Wald.
Und es war Wahnsinn, nie zuvor hatte mir etwas mehr Freude bereitet.
Es ging soweit das ich den Waagen mit brachialen 160 auf dem Tacho durch eine 70 Beschränkung ließ. (Ja ich weiß das man das nicht tut, mach ich sonst auch nicht! Aber: Ich war völlig allein auf der Straße, ich sah weit genug und ich hatte auch die Beschleunigungskraft des kleinen 140PS Aggregats unterschätzt)
Ich fing das Fahrzeug jedoch sofort wieder ab und ging die restlichen 20 schönsten Minuten etwas gemütlicher an…
Das für mich mit unter Schönste, neben den Sonnenstrahlen die meinen Nacken kitzelten, war ohnehin die Schaltung!
Richtig knackig, mir kurzen Schaltwegen.
Ich schließen jetzt, nach 2 Monaten, noch hin und wieder die Augen und denke an das Gefühl bei einem Gangwechsel. Dieses „Knackige“ an der Schaltung, ein Traum…
Wie gesagt nach fast einer halben Stunde stellte ich den ZZZ wieder heil vor die Empfangshalle. Nun war meine kleine Romantze mit der bayrischen Schönheit zu ende. Auch wenn ich am liebsten gar nicht mehr ausgestiegen wäre, man soll doch aufhören wenn‘s am schönsten ist.
Ich redete noch etwas mit Peer, welcher mir auch entfall meinen Avensis zu behalten. Einerseits weil eine gebrauchte Limousinen so eine Sache für sich sind: Die Jungen die einen Gebrauchten suchen wollen keine, und die die ne Limousine wollen haben meist das Geld für ne neue. Andererseits könne ich den Z3 sowieso nur mit Mühe im Winter bewegen. Und wen ich mal etwas mehr Ladung zu transportieren hätte, wäre ich wohl auch mit meinem Japaner bester beraten als mit dem flotten Bayern.
Ich meine zwar, dass die wichtigste Zuladung eine hübsche Beifahrerin darstelle, dass mir aber der ZZZ auch zu schade für winterlichen Gebrauch wäre.
Ich ließ mir ein Datenblatt und eine Karte geben und verbrachte die nächsten Tage mit Grübeln.
Ich kam zu dem Schluß, er gibt schon was her, ich will aber mehr „Biss“ und den 6R-Sound…
Außerdem wollte ich erst noch meine Bundesheer Zeit hinter mich bringen, da ein Grundwehrdienst-Verdienst gerade mal für den Unterhalt meines 130PS Japaners ausreichend war…
Werde mir also erst im Frühjahr einen Z3 gönnen, diesen aber dann pflegen und hegen, in lieben in guten und in schlechten Zeiten, auf das er mir erhalten bleibt bis der Benzinpreis uns scheidet.
Oder in bis zum Oldtimeralter begleiten – mal sehen.
Bis dahin hoffe ich hier viel von euch zu lehren und so dann auch ein schönes Schätzchen zu erwerben, ohne böse Überraschungen.
Gruß,
Andreas,
der bis jetzt noch vom ZZZ träumen muss…
Eine ruhende Schönheit, welche aus ihrem Winterschlaf erweckt werden wollte.
Und so lenkte ich meine meltalic schwarzen Toyota Avensis Limousine auf den Vorhof eines Niederranna Mazda Händlers.
Wenn, wie ich so oft verkünde, diese Limousine die erste Große Liebe meines Lebens ist, war ich wohl gerade im Begriff sie zu betrügen.
Doch das war mir jetzt völlig egal, und so betrat ich den Empfangsraum und erkundigte mich bei dem Fräulein an der Rezeption über den BMW Z3 auf dem Gebrauchtwagen-Stellplatz.
Es war ein gut erhaltenes Vor-Facelift-Fahrzeug.
Nach kurzer Wartezeit kam ein Mitarbeiter, der Franz Peer.
Er nannte mir grundlegendes zum Fahrzeug und schickte um einen Lehrbuben, dieser brachte eine Starthilfe, da die Batterie noch im Herbst aus dem Schmuckstück ausgebaut worden war, öffnete das Verdeck und stellte ihn vor den Eingangsbereicht.
Und da meine der nette Herr auch schon:“ Wir san do e im Mühvierl, waunstn probefohrst murstn desweng e ned glei kaffen!“
Da stand er nun, wobei „stand“ das falsche Wort war…
Mit seiner geringen Bodenfreiheit lag er eher…
Ja er lag. Wie ein Wolf. Er lag auf der Lauer, bereit jeden Moment loszuspringen.
Ich stieg ein, und ließ mich in den roten Ledersitz sinken.
Der Motor war ja bereits am schnuren aber fast hätte ich vergessen de Handbremse zu lösen.
„Nervös?!“, meine Peer der neben mir auf dem Hof stand
„Najo, a bissl is jo a a heißes Gefährt!“, meinte ich.
„Ageh, wenig sowos murs ma ned nervös sei, is jo nur a Auto.“
Und dann ging es los, die Hand meines Beifahrers, ein Bekannter welcher mir von dem Wagen erzählt hatte, ging instinkttief auf das Armaturenbrett um die Traktionskontrolle auszuschalten.
Und nun war es ein echter Sportwagen, auch wenn nur der Reihenvierzylinder vor uns arbeitete.
Mit meinen 1,84 Körpergröße ragte mein Haaransatz gerade über die Windschutzscheibe.
Der Fahrtwind im Haar und den Fuß am Gas jagte, ich den Zweisitzer durch den Wald.
Und es war Wahnsinn, nie zuvor hatte mir etwas mehr Freude bereitet.
Es ging soweit das ich den Waagen mit brachialen 160 auf dem Tacho durch eine 70 Beschränkung ließ. (Ja ich weiß das man das nicht tut, mach ich sonst auch nicht! Aber: Ich war völlig allein auf der Straße, ich sah weit genug und ich hatte auch die Beschleunigungskraft des kleinen 140PS Aggregats unterschätzt)
Ich fing das Fahrzeug jedoch sofort wieder ab und ging die restlichen 20 schönsten Minuten etwas gemütlicher an…
Das für mich mit unter Schönste, neben den Sonnenstrahlen die meinen Nacken kitzelten, war ohnehin die Schaltung!
Richtig knackig, mir kurzen Schaltwegen.
Ich schließen jetzt, nach 2 Monaten, noch hin und wieder die Augen und denke an das Gefühl bei einem Gangwechsel. Dieses „Knackige“ an der Schaltung, ein Traum…
Wie gesagt nach fast einer halben Stunde stellte ich den ZZZ wieder heil vor die Empfangshalle. Nun war meine kleine Romantze mit der bayrischen Schönheit zu ende. Auch wenn ich am liebsten gar nicht mehr ausgestiegen wäre, man soll doch aufhören wenn‘s am schönsten ist.
Ich redete noch etwas mit Peer, welcher mir auch entfall meinen Avensis zu behalten. Einerseits weil eine gebrauchte Limousinen so eine Sache für sich sind: Die Jungen die einen Gebrauchten suchen wollen keine, und die die ne Limousine wollen haben meist das Geld für ne neue. Andererseits könne ich den Z3 sowieso nur mit Mühe im Winter bewegen. Und wen ich mal etwas mehr Ladung zu transportieren hätte, wäre ich wohl auch mit meinem Japaner bester beraten als mit dem flotten Bayern.
Ich meine zwar, dass die wichtigste Zuladung eine hübsche Beifahrerin darstelle, dass mir aber der ZZZ auch zu schade für winterlichen Gebrauch wäre.
Ich ließ mir ein Datenblatt und eine Karte geben und verbrachte die nächsten Tage mit Grübeln.
Ich kam zu dem Schluß, er gibt schon was her, ich will aber mehr „Biss“ und den 6R-Sound…
Außerdem wollte ich erst noch meine Bundesheer Zeit hinter mich bringen, da ein Grundwehrdienst-Verdienst gerade mal für den Unterhalt meines 130PS Japaners ausreichend war…
Werde mir also erst im Frühjahr einen Z3 gönnen, diesen aber dann pflegen und hegen, in lieben in guten und in schlechten Zeiten, auf das er mir erhalten bleibt bis der Benzinpreis uns scheidet.
Oder in bis zum Oldtimeralter begleiten – mal sehen.
Bis dahin hoffe ich hier viel von euch zu lehren und so dann auch ein schönes Schätzchen zu erwerben, ohne böse Überraschungen.
Gruß,
Andreas,
der bis jetzt noch vom ZZZ träumen muss…