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Korrosion und öliger Film im Batteriefach

BeitragVerfasst: 21.02.2026 18:56
von lightning666
Hallo zusammen,

ich habe heute die Batterie meines Z3 nach einigen Jahren mal wieder tauschen wollen.
Unter der Batterie hat sich leider eine unschöne Überraschung ergeben: es gibt leichten Rost und eine seltsame, schmierig (ölig?) wasserfeuchten Belag.

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Zustand nach Ausbau 1

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Zustand nach Ausbau 2


Ich hab das alles mal gründlich gereinigt... nun schon es so aus:
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Nach der Reinigung


Frage:
1. Sollte ich das vorm einbauen der neuen Batterie behandeln? Brunox drauf oder ähnliches?
2. Woher könnte das kommen? Wassereinbruch im Kofferraum kann ich ausschließen... ich denke der Wagen war seit Jahren nicht im Regen unterwegs. Die Batterie sah nun auch unbeschädigt aus?

Danke euch und schönen Abend!

Re: Korrosion und öliger Film im Batteriefach

BeitragVerfasst: 21.02.2026 19:13
von TopDownCruiser
Servus,

Das hatte ich auch. Entweder sind die Stopfen undicht oder die Batterie ist ausgelaufen. Bei mir war es die Batterie.

So wie es jetzt ist darf es nicht bleiben. Du musst den Rost mechanisch entfernen. Das heißt schleifen oder sandstrahlen. Erst wenn der Rost entfernt ist, würde ich Brunox drauf geben. Anschließend schleifen, Füllern, schleifen und dann lackieren.

Re: Korrosion und öliger Film im Batteriefach

BeitragVerfasst: 21.02.2026 19:38
von lightning666
Mein Knowhow zum Thema lackieren ist überschaubar, das würde ich dann machen lassen.
Mit wie viel muss ich da ungefähr rechnen?

Re: Korrosion und öliger Film im Batteriefach

BeitragVerfasst: 21.02.2026 22:15
von TopDownCruiser
Der Preis hängt von einigen Faktoren ab die ich in deinem Fall nicht kenne.

- Ort
- Mit Rechnung oder ohne
- Hinterhoflackierer oder Lackierzentrum
- Meisterarbeit, Gesellenqualität oder Lehrlingsjob

Ich kann mal für München sprechen. Die Stunde kostet Brutto 200€ + Material. Der Rost sitzt schon in der Mulde. Du kannst sehr grobes Schleifpapier nehmen P100 und das entfernen. Die Kratzer die du hinterlässt müssen weggeschliffen werden mit feineren Körnungen. Ich würde so vorgehen: P100, P120, P240 und dann P320. So sehe ich das in der Lackiererei. Anschließend muss grundiert werden. Das muss kurz nach dem Schleifen passieren wegen dem drohenden Flugrost. Da du aber Brunox erwähnt hast, wäre das auch meine Wahl. 1 Anstrich mit dem Pinsel, nach 2 Stunden der zweite Anstrich. Unser Lackierer würde das über Nacht trocknen lassen und dann anschleifen mit P400. Wenn die Oberfläche schön glatt ist - würde der Primer in original Farbe drauf kommen damit es wieder so aussieht wie davor.

Sofern du das mit dem Brunox erledigt hast und der Lackierer übernimmt schätze ich seinen Arbeitsaufwand auf 1-2 Stunden maximal. Die Materialkosten sind nicht der Rede wert bei der Mulde.

Fairer Preis 200-300€ mit deiner Vorarbeit. Das ist meine Meinung. Mein Lackierer würde den ganze Kofferraum lackieren, weil der sehr pingelig ist. Vom Preis bist dann vierstellig mit Rechnung locker.

Re: Korrosion und öliger Film im Batteriefach

BeitragVerfasst: 21.02.2026 23:04
von OldsCool
Man kann da natürlich ein großes Fass aufmachen. So schlimm sieht das für mich aber garnicht aus. Wenn das Fahrzeug rein im Sommer bewegt wird und von unten alles ok ist, dann würde ich:

1) mit einer Reinigungsscheibe (früher Maximalpigmentierter-Köpfle genannt) und der Flex von losem Rost befreien und sauber schleifen
2) mehrmals mit Fertan behandeln bis kein Rost-Rest mehr vorhanden ist. Fertan muss abgespült werden, was da in der Mulde mit entferntem Stopfen perfekt funktioniert
3) entfettete Oberfläche mit Brunox Epoxy bepinseln, mehrmals
4) ggfs. mit Grundierung und Wagenfarbe aus der Dose wieder schön machen

Wichtig: den grauen Schlauch seitlich an die neue Batterie anschließen. Das ist die Entlüftung und sorgt dafür, dass Gase oder gar Säure nach draußen gelangen, und nicht in die Batteriemulde

Gruß Steffen

Re: Korrosion und öliger Film im Batteriefach

BeitragVerfasst: 21.02.2026 23:09
von TopDownCruiser
Das Hauptproblem wird unter dem Blech sein wo die Halterung der Batterie rein geachraubt wird. Hier kommt er nicht ran. Da würde ich mit Owatrol mehrfach fluten. Da müsste auch ein Stopfen sein...

Wo wir uns aber alle einig sein sollten ist, dass der Rost mechanisch bestmöglich weg muss. Alles andere verlagert das Problem nur weiter in die Zukunft.