Bernd52 hat geschrieben:batleth hat geschrieben:...... Einfach ein bisschen Kupferspray drauf (sollte man sowieso machen), dann klebt die Scheibe an der richtigen Stelle und das Rad kann problemlos montiert werden. .....
Gruß
Martin
Hallo,
das ist keine so gute Idee! Die Kraftübertragung von der Nabe auf das Rad erfolgt durch die Reibung der Anlageflächen. Die Schrauben sind nur dafür da, den notwendige Anpressdruck herzustellen. Wenn man die Anlageflächen fettet und damit den Reibwert deutlich veringert, können die Räder bei starken Bremsvorgängen auf der Nabe durchrutschen. Dann werden die Schrauben auf Scherung beansprucht. Dafür sind sie nicht konstruiert und können schnell abscheren. Dann nimmt das Rad im ungünstigsten Fall seinen eigenen Weg. Die Anlageflächen müssen nur gereinigt werden - aber bleiben sonst trocken! Lediglich auf den Zentrierbund kommt sparsam etwas Keramikpaste - dann rosten die Räder nicht fest.
Gruß
Bernd
Wenn Radbolzen abscheren sollten, dann nur, weil diese vorher nicht genug Anzugsdrehmoment gesehen haben und sich die Felge auf den Bolzen abstützt. Schrauben dürfen nicht quer, sondern nur axial belastet werden. Es gibt natürlich Fälle in denen eine Querkraft übertragen werden muss. Dafür gibt es aber Passbolzen. Um die auf den Bolzen bzw. Radnabe ausgeübte Querkraft (Fahrzeuggewicht) zu beseitigen, müssen die Bolzen halt so stark angezogen werden, dass die Felge nicht mehr rutschen kann. Dabei darf a) der Bolzen nicht abreißen und b) die zulässige Flächenpressung zwischen Radbolzen und Felge überschritten werden. Das alles zu berechnen, ist, wenn man es mal verstanden hat, kein großes Hexenwerk. Wichtig ist nur das man alle Beiwerte richtig auswählt. Im Fall der Cu-Paste wird der Wert für die Reibung zwischen den Bauteilen herabgesetzt, was eine Erhöhung des Anzugsdrehmoment des Radbolzen zur Folge hat um .... wer hat aufgepasst? ... richtig, um das Rutschen zu verhindern.
In der Praxis nimmt man aber weiterhin das bekannte Anzugsmoment von 110 Nm, da in der Auslegung der Schraubverbindung mehr als genug Sicherheitsfaktoren enthalten sind


