Mal wieder eine Ölfrage

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Re: Mal wieder eine Ölfrage

Beitragvon Peters_Z » 21.12.2019 18:31

So ein Meßgerät hab ich, Temperaturprobleme hab ich keine nach der Anzeige im Display alles ok. Dachte halt mir einem Öl das höhere Temperaturen verträgt tue ich meinem Motor was gutes.
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Re: Mal wieder eine Ölfrage

Beitragvon Roadcaptain » 25.12.2019 17:44

Der M52TU, also ein reinrassiger BMW Sechszylinder, ist vor dem Facelift noch mit einfachstem 15W40 Öl ausgekommen. Betriebsanleitung Seite 120. Nach dem Facelift wird gar keine Viskosität mehr angegeben, du sollst den Händler des geringsten Misstrauen fragen. Der wird dir jetzt ein 5W40 empfehlen. Warum???
Haben die Motoren ein neues Innenleben bekommen und müssen jetzt ganz anders geschmiert werden. Gut, der M54 ist da minimal anspruchsvoller, aber immer noch kein verkappter Rennmotor.

Liebe Leute. Die Sechszylindermaschinen werden in Südostasien und in Südafrika sogar in Klein LKW eingebaut. Im Zweifel kannst du da auch Rapsöl rein kippen und kommst ohne Schaden bis nach Hause. Die Motoren werden fast unverändert ja auch im Boots Bereich eingesetzt. Da käme kein Mensch auf die Idee ein LL01 Öl ein zu setzen.

Und wenn mir noch einmal jemand erzählt er könnte "höhren" welche Viskosität sein Öl hat, den melde ich bei Wetten Dass an. :enraged:
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Re: Mal wieder eine Ölfrage

Beitragvon 325i vfl » 25.12.2019 18:56

Roadcaptain hat geschrieben:Der M52TU, also ein reinrassiger BMW Sechszylinder, ist vor dem Facelift noch mit einfachstem 15W40 Öl ausgekommen. Betriebsanleitung Seite 120. Nach dem Facelift wird gar keine Viskosität mehr angegeben,



Beim FL steht es 10 Seiten weiter hinten, auf Seite 130 :|
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Re: Mal wieder eine Ölfrage

Beitragvon chris8322 » 25.12.2019 20:35

Roadcaptain hat geschrieben: Und wenn mir noch einmal jemand erzählt er könnte "höhren" welche Viskosität sein Öl hat, den melde ich bei Wetten Dass an. :enraged:


Ich nehme an, dass meine Aussage gemeint ist: Bis zum Wechsel der VANOS Einheit hatte ich das bekannte VANOS rasseln. Es war im Sommer bei 25 - 35 Grad und 6500 Höhenmetern auf 150km Fahrdistanz mit 5W30 intensiver zu hören, als mit dem 5W40. Das hat auch auf andere Bergfahrten bei höheren Temperaturen zugetroffen. Nach dem Tausch der Vanos Einheit UND 5W40 höre ich gar kein rasseln mehr. Ich hätte diese Erfahrung gleich ergänzen sollen, um die Aussage nicht unqualifiziert im Raum stehen zu lassen. Sorry!
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Re: Mal wieder eine Ölfrage

Beitragvon Holger_ZZZ » 26.12.2019 14:51

Mit einem 5W-40 werden die meisten hier am besten fahren. Bei den m52 wurde in den 90er bei BMW mit 15w40 der Ölservice gemacht, heute schreibt BMW ein 5w30 vor beim Service vor...totaler Käse.
Mit LL 01 oder LL 04 (bessere Reinigungswirkung) macht man grundsätzlich nix verkehrt - als grobe Minimalanforderung. Ich fahre 10w40 ("synthetisch" = 100% HC) oder 5w40 ("vollsynthetisch" = PAO). Damit umgeht man die Problematik der Ablagerung (PAO ist hier dem HC etwas überlegen).
Bei den geringen Laufleistungen die mit den Z3 im Saisonbetrieb erzielt werden, dürften bei jährlichem Ölwechsel auch die teilsynthetischen Ölen hinsichtlich der Ablagerungen weitestgehend unproblematisch sein.

Unabhängig von der Viskositätsklasse, sollte man sich bei wirklichem Interesse am Thema Motoröl, auch die Datenblätter anschauen. Gerade was die Viskosität betrifft wird man hier sehen, dass ein 0w40 meist gleiche oder sehr ähnliche Werte aufweist, wie ein 5w30 (selbst bei Kaltviskosität). Ein "gutes" 10w40 kann an die Werte eines 5w40 rankommen. Das liegt daran, dass die Viskositätsklassen 5w40, 5w30 usw... innerhalb eines jeweiligen bestimmten Viskositätsbereichs liegen müssen um die Bezeichnung xy tragen zu dürfen. Heutige 5w30 rangieren meist im unteren Grenzbereich zu 0w30 und 5w20 und sind somit aus meiner Sicht problematisch für ältere Motoren. Es lohnt sich aber auch bein den 40er Ölen zu schauen, denn dort gibt es auch Öle die im unteren Grenzbereich zu den 30er Ölen rangieren.

Das 10w60 würde ich auch keinen Fall für die m50/m52/m54 Motoren verwenden.
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Re: Mal wieder eine Ölfrage

Beitragvon OldsCool » 26.12.2019 16:15

Ergänzung:
Öle nach LL 01-Spezifikation sind den LL04ern sogar vorzuziehen, wenn es um unsere Dinosaurier-Benziner geht. Die 04er Öle sind in Richtung Dieselpartikelfilter optimiert, mit entsprechenden Kompromissen. Allerdings findet man die 01er kaum mehr. Das sehr beliebte und oft empfohlene Mobil1 0W40 New Life gibt's z.B. nicht mehr....
Ich fahre aktuell das Mannol 5W30 Energy Combi II im 4- und 6-Zylinder. Sehr günstig im 10l-Fässchen. BMW-Freigabe, fertig.
Für die Esotheriker:
Seit dem Ölwechsel ein noch samtweicherer Motorlauf (ermittelt beim ersten Vollmond nach Raffinierungsmonat des Öls), Sprit-Verbrauch im Betriebszeitraum halbiert!! (war viel schlechtes Wetter dieses Jahr).

Gruß Steffen :mrgreen: :wink: :wink:

Gruß Steffen
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Re: Mal wieder eine Ölfrage

Beitragvon fredykeks » 26.12.2019 17:53

Liebe Leute. Die Sechszylindermaschinen werden in Südostasien und in Südafrika sogar in Klein LKW eingebaut. Im Zweifel kannst du da auch Rapsöl rein kippen und kommst ohne Schaden bis nach Hause. Die Motoren werden fast unverändert ja auch im Boots Bereich eingesetzt. Da käme kein Mensch auf die Idee ein LL01 Öl ein zu setzen.


Na ja das ist doch mal eine Ansage. Die bauen dort sicher keine zimperlichen Motoren ein.
Die werden vermutlich bis auf Salatöl mit allem möglichen Zeugs befüllt und laufen.

Dann werde ich mal meinen Umgang mit den Motorölen schildern.

Ich wende da nicht viel Energie auf um nach der besten Ölsorte zu suchen.
Ich achte lediglich auf BMW Freigabe ( 5W30 bis 10W40) aber es muss auch eine VW Freigabe besitzen so dass ich unsere beiden Alltagsautos auch damit befüllen kann.

Unser Fahrprofil kommt dem Roadster Motor ja sowieso entgegen.
Wenn wir eine Ausfahrt machen, dann ist die Distanz bis zum ersten Mal aussteigen mindestens 50km eventuell mal einen Kaffee und weiter geht es. Der Motor Kühlt dabei kaum aus dann mal eine Größere Mahlzeit eventuell nochmals um einen See rum und flux sind 150-250km abgespult ohne dass der Motor zwischendurch richtig kalt geworden ist. Noch dazu wird er nur im Sommer bewegt.
Und weil ich es bei meinem Cabrio doch etwas genauer nehme kommt die Plörre nach 7-10.000km raus weil dann zwei Jahre rum sind.

Im Gegenzug mein Alltagsfahrzeug es wird einmal im Jahr ölgewechselt habe dann so ca. 22-25.000km drauf die zu 80% mit Strecken von 34 km zustande kommen der Rest sind dann noch Kurzstrecken 3-12km. Sommer wie Winter (Im Winter braucht er um die 12km bis er normale Wassertemperatur hat geschweige denn wann dann das Öl so richtig auf Temperatur währe) und meiner hat jetzt 313.000km auf dem Buckel mit erstem Turbo und außer Thermostat und Glühstifte war am Motor selbst noch nichts zu reparieren. Auch sein Vorgänger hatte mit 400Tkm noch einen ausgesprochen guten Rundlauf am Motor, leider spielte die Karosserie nicht mehr so mit.

Wenn ich das Fahrprofil so gegenüber stelle müsste mein Roadster Motor ewig halten.

Zur Viskosität: Ich gehe mal davon aus das über den Wasserkreislauf ein Teil des Öles indirekt auch gekühlt wird. Also wenn ich jetzt bei meinen Fahrten keine überhöhten Temperaturen im Wasser habe wird wohl das Öl auch nicht überhitzt sein (bei normaler fahrt). Auf was ich hinaus will, auch wenn die Außentemperaturen höher sind wird die Auswirkung am Motor zum Teil über ein größeres öffnen des Thermostates bis zu bestimmten Temperaturen abgefangen.

Somit bleibt meiner Meinung nach ein nachdenken ob ein anderes Öl als das was vom Hersteller empfohlen wurden nur an denen hängen die entweder sehr sportlich mit ihrem Fahrzeug umgehen oder halt im Renneinsatz unterwegs sind oder am Nordpol wohnen.

Alle anderen werden da meiner Meinung nach mit Ölen die so 15-30€ kosten da sie dann meist angeblich nur Literweise verfügbar sind ziemlich abgezockt.

Kaufe mein Öl in 20Liter Kanistern 5W30 bis 10W40 die ein HC Synthesegrundöl aufweisen und bin bei einem Literpreis von ca. 5,5-6€ inklusive Versandkosten.

Grüße Fred
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Re: Mal wieder eine Ölfrage

Beitragvon Graf Zahl » 26.12.2019 19:13

fredykeks hat geschrieben: ....Ich gehe mal davon aus das über den Wasserkreislauf ein Teil des Öles indirekt auch gekühlt wird. Also wenn ich jetzt bei meinen Fahrten keine überhöhten Temperaturen im Wasser habe wird wohl das Öl auch nicht überhitzt sein (bei normaler fahrt). Auf was ich hinaus will, auch wenn die Außentemperaturen höher sind wird die Auswirkung am Motor zum Teil über ein größeres öffnen des Thermostates bis zu bestimmten Temperaturen abgefangen.


Ölkühlung bezogen auf den 2,8er oder konstruktiv ähnliche Motoren:

Nach meinem Wissen hat der 2,8 keinen Ölkühler. Eine indirekte Kühlung des Motoröles wie beschrieben, findet so gut wie nicht statt.
Wärmewanderung an einem Beispiel:
Kolbentemperatur im Bereich der Ölabstreifringe so ca. 250 Grad und Zylinderwand so ca. 150 Grad. Das Öl, das sich dort befindet ist so um die 150 Grad warm wenn es abgestreift und wieder in die Ölwanne befördert wird. Zwar findet Wärmewanderung von den Kolbenringen zu den Zylinderwänden und von dort zum Wasser statt, für das Öl kommt die Wanderung jedoch "zu spät". Ähnlich im Zylinderkopf, auch wenn die Temperaturen dort niedriger sind.

Und die meisten anderen inneren Motorteile werden nicht mit Wasser gekühlt und sind auch nicht grade kalt z.B. Kolbenbolzen, Pleuel, Kurbelwelle (alle so 150 - 120 Grad). Wobei die Öltemperatur an einigen Stellen durch Druck mehr ansteigt, als daß sie durch Wärmewanderung absinkt. Z.B. Kolbenbolzen, Pleuel+Kurbelwellenlager.

Die Ölkühlung erfolgt bei diesem Motor via Ölwanne und externe Ölleitungsführungen wie z.B. Zu/Abfluß Ölfilter, Ölfiltergehäuse und ggf. noch an der oberen Zylinderkopfdeckelinnenseite.

Deswegen mein Unverständnis darüber, daß bei nur ganz wenigen Autos eine Öltemperaturanzeige ab Werk verbaut wird.
Kleiner Trost: All die neuen aufgeblasenen Motoren sehen weit weit weit höhere Öltemperaturen und werden fast immer mit 0W30 - 5W40 betrieben und halten trotzdem (abgesehen von konstruktivem Murks per se).
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Re: Mal wieder eine Ölfrage

Beitragvon fredykeks » 26.12.2019 22:54

Das mit den Zylinderwänden und Kolbenboden ist ein guter Einwand aber es wurde hierbei der Zylinderkopf völlig außer acht gelassen.
Dieser wird mit reichlich Öl und auch mit Wasser umspült. Wie geschrieben indirekt.
Aber es stimmt eine Öltemperatur Anzeige würde hier mehr Aufschluss über das tatsächliche verhalten geben.

Zu denken gibt mir aber warum dann die Altagsfahrzeuge ohne auskommen und wenn man es drauf anlegt dennoch auch hohe Laufleistungen bringen.

Ich denke da sind noch Reserven im Öl oder im zusammenspiel mit den meisten Motoren.


Grüße Fred
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Re: Mal wieder eine Ölfrage

Beitragvon 325i vfl » 27.12.2019 08:06

Ich sehe das ganze vollkommen überbewertet. Ein VW Käfer oder sogar die luftgekühlten 6 Zylinder von Porsche haben damals wegen "heißen" Kolbenböden und Zylinderwänden auch nicht gleich einen Kolbenfresser erlitten. Die Laufleistungen waren trotzdem ganz beachtlich obwohl das Motoröl damals nicht annähernd die Funktion von den heutigen Ölen aufweist.
Ölthermometer,.... ein Luxus für den "Volkswagen" oder man kannte das noch nicht. :wink:
Meine ersten Motorräder (Kawasaki z500, GPZ 550, GPZ 1100) waren nur Fahrtwind gekühlt, was im Stadtverkehr nicht wirklich gut funktioniert. Zudem sind die Motordrehzahlen sind bei Motorräder fast doppelt so hoch im Vergleich zum Auto. Ein Schmierfilmabriss ist mir nicht bekannt.
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